Wie ist die Situation in Indien?

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Indien begann am 24. März mit einer vollständigen dreiwöchigen Abriegelung, nachdem der erste Fall von Covid-19 im Januar bestätigt worden war. Obwohl dies für die Begrenzung der Verbreitung des Virus wichtig ist, hat sie den gefährdeten Bevölkerungsgruppen, die zum Überleben auf ihr tägliches Einkommen angewiesen sind, grossen Schaden zugefügt. Ausserdem herrschte im ganzen Land Verwirrung über die Vorschriften der Abriegelung und führte zum Zusammenbruch wichtiger Versorgungsketten, einschliesslich des Zugangs zu Nahrungsmitteln für arme Gemeinschaften.

Derzeit gibt es über 1.600 bestätigte Fälle, und es wird erwartet, dass diese Zahl rasch ansteigen wird, da Infizierte in dicht besiedelten Slums gemeldet werden.

Was bedeutet das für SANNI in Indien?

Im Bundesstaat Kerala, wo unser Projekt angesiedelt ist, gibt es über 200 bestätigte Fälle, aber keine im SANNI-Krankenhaus St. John’s Hospital. Im gesamten Projekt von SANNI in Indien, den Krankenhäusern, der Schule und dem Waisenhaus, wurden neue Richtlinien eingeführt, um eine saubere und sichere Umgebung für alle zu gewährleisten, in der sie arbeiten und leben können. Dies ist besonders wichtig, da viele der von SANNI gesponserten Kinder, die in diesem Gebiet leben, HIV+ und dadurch besonders anfällig für Infektionen sind.

Deshalb hat Pater Jose, der Verantwortliche für unser Medical Village St. John’s, die folgenden Massnahmen veranlasst:

  • Alle Projekte und Dienste wie die Kliniken und das Diabetesprogram  sind immer noch voll funktionsfähig.
  • Besucher dürfen die Kinder im Moment nicht besuchen.
  • Die von uns betreuten Kinder, die schon immer Unterricht in Hygiene hatten, praktizieren nun umso mehr die «richtige» Art des Händewaschens.
  • Ausserhalb von St. John’s Village wurden die Schulen geschlossen und es besteht eine eingeschränkte Bewsegungsfreiheit.
  • Zusätzliche nahrhafte Lebensmittel und Medikamente werden an die gefährdeten Gemeinschaften verteilt.        
  • Strikte Selbstisolierung und Selbstdistanzierung von Aussenstehenden.
  • Masken und Handdesinfektionsmittel werden den HIV-infizierten Kindern gegeben, wenn sie ihre Routineuntersuchung im staatlichen Krankenhaus haben.
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